Wenn alles so läuft wie sie es will wird ihre Zukunft so aussehen:
Sie wird lange genug leben, nicht allzu lang allerdings. Vielleicht bis sie 90 ist. So jedenfalls, dass sie nicht vollkommen senil und sabbernd an irgendwelchen Geräten hängt. Das ist kein schönes Ende, und sie will doch ein schönes Ende. Und wenn nicht schön dann wenigstens nicht traurig. Mit einem gewissen Maß an Selbstbestimmung und Würde. Wenn möglich noch bevor sie in ein Altersheim muss, sie ist nicht gerne von anderen Abhängig. Ob sie vor oda nach ihrem geliebten Partner sterben will weiß sie nicht. Es mag egoistisch sein, aber eigentlich weiß sie doch, dass sie vorher sterben will. So bleibt es ihr erspart ihn zu vermissen. Alleine ist die Welt doch ein trauriger Ort, vor allem wenn man über 40 Jahre Zeit hatte sich an ihn zu gewöhnen, mit all seinen Ticks und Schrullen. Natürlich, sie wäre nicht ganz und gar alleine gegen Ende, ihre Kinder würden sich um sie kümmern. Aber die haben mittlerweile nun einmal ein eigenes Leben. Eigene Kinder und Familien und Jobs und Freunde. Es ist ganz klar, dass sie nicht so viel Zeit haben - auch wenn sie immerhin vier Kinder hat. Ach und was für wunderbare Kinder es sind. Alle nichts Besonderes, keine berühmten Sänger oder herausragende Physiker, keine Musikgenies oder geniale Politiker, keine Sport-Asse oder herausragende Geschäftsmänner. Aber das macht nichts, am Ende ist das Leben im Scheinwerfer doch nur Schall und Rauch, und das hatte sie sich nie für ihre Kinder gewünscht. Stattdessen sind sie zu gescheiten und vernünftigen Erwachsenen geworden, die das Leben zu schätzen und zu genießen wissen und nicht den Boden unter den Füßen verlieren. Auch die Enkelkinder sind eine Quelle der Freude für sie. Fröhliche, offene Kinder voll Liebe und Freude.
Und wenn das Ende kommt, dann sollen sie nicht zu sehr trauern. Natürlich, Trauer braucht ihren Platz, und den soll sie auch haben. Aber sie hat immer davon geträumt am Ende ein Begräbnis nach irischem Brauch zu haben. Nicht streng irisch, aber die Idee, dass Iren nach dem Begräbnis in einem Gasthaus oder einem Pub zusammensitzen, dass sie sich fröhlich unterhalten und Geschichten austauschen hat ihr immer gefallen. Es ist doch eine weit schönere Art den Toten zu gedenken indem man sich lustige Begebenheiten erzählt und sich freut, diesen Menschen gekannt zu haben, anstatt mit Tränen in den Augen dazusitzen und nur miteinander zu flüstern wie traurig es nicht ist, dass er nicht mehr da ist. Sie fand das nie respektlos sondern vielmehr einfach eine andere Art mit dem Tod umzugehen, und zwar eine Art, die ihr mehr zusagt.
Wenn alles so läuft wie sie es will.
Sehr schönes zukunftsdenken!!
AntwortenLöschenja bix ich dachte schon deine zukunftsgedanken sind alle sehr... nja schlimme szenarien! ;)
AntwortenLöschenaber das ist schön!
haha na sind sie doch auch! :D ^^das is mehr eine hoffnung/wunschdenken als ein szenario!
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