Anna und Birgit

Anna und Birgit

Freitag, 30. Mai 2014

Urlaub --> oder doch lieber Reise?

Da soll ich nun also einen Blogeintrag zum Thema "Urlaub" posten...
Ein leichtes Thema möchte man meinen. Möchte man meinen!
Wo aber versteckt sich dann der Grund für mein allzu langes Zögern?
Zum einen liegt er wohl darin vergraben, dass mich dieses Wort jedes Mal an Island erinnert. Beziehungsweise an den Auslandsaufenthalt, den ich so unglaublich gerne machen würde, der mir aber dennoch nicht möglich scheint. Dann werde ich grantig. Dann kommt die Schreibblockade...
Zum anderen ist es wahrscheinlich mal wieder das Wort, an dem ich mich reibe. Das Wort "Urlaub".
Um mein Problem mit diesem Wort zu illustrieren werde ich zwei Beispiele aus dem letzten Sommer heranziehen.

Da haben wir auf der einen Seite das, was für mich ein ganz klassischer Urlaub ist.
Kroatien. Vier Freundinnen. Ein Apartment. Strand. Meer. Sonnenschein. Und jede Menge köstliches Essen.

Ein Urlaub also, wie er im Katalog angepriesen wird!
Noch dazu in der Nebensaison. Also nicht mehr allzu viele Touristen.
Der Geruch nach Süden hängt in der Luft. Dieser unbeschreibliche Duft, den man dringend tief in die Nase ziehen muss, um sich damit für den kommenden Winter daheim zu wappnen.
Es gibt hier lange Tage am Strand. Die einzige Sorge sind möglich Sonnenbrände!
Spaziergänge durch kleine idyllische Dörfer. Viel kühles Eis und den ein oder anderen Cocktail am Abend.
Es ist ein Urlaub wie dieser, in dem man endlich mit reinem Gewissen all die Bücher lesen kann, die einzig und allein zur Zerstreuung dienen.
 Das größte Ärgernis, dieser letzten Sommertage, die im Meer versenkte Sonnenbrille.

Die beste Erinnerung, die guten Gespräche, das laute Lachen und der Duft, der noch lange nahc der Heimreise in der Nase hängen bleibt.
Urlaub lässt sich für mich mit einem Wort zusammenfassen: Entspannung!















Ganz anders als ein solcher Urlaub. Vielleicht verwandt, vielleicht ein wenig ähnlich, aber doch wieder sehr konträr. Das ist für mich die Reise.
Veranschaulichen möchte ich diese an dem Roadtrip nach Norwegen.
Auch hier sind vier Freunde. Auch hier gibt es ein Auto. Aber außer dem Norden, außer wenn möglich bis Norwegen, gibt es kein konkretes Ziel.
Diese Reise beinhaltet Chaos. Überraschungen. Unbekanntes. Und -in diesem Fall- das Gegenteil von köstlichem Essen.
Sie besteht aus spontanen Entscheidungen. Langen Autofahrten. Musik. Und vier verschiedenen Ländern.
Dem unergiegigen Aufsuchen einer Prostituierten in Hamburg. Wunderbaren Dünenstränden in Dänemark. Regen, Wanderungen und unglaublichen Straßen in Norwegen. Zu kurzen Aufenthalten in Kopenhagen, Oslo und Göteborg, Schweden.



Diese Reise lebt von der Suche nach geeigneten Zeltplätzen. Unglaublich ungemütlichen Nächten im Auto. Und unfassbar schönen Augenblicken. Wunderlichen Anblicken. Zauberhaft unwirklicher Landschaft. Und vielen, anregenden Gesprächen.
Alles in allem ist diese Reise das Gegenteil meiner Urlaubsdefinition, denn von Entspannung fehlt hier jede Spur.





 Ich habe eucht jetzt also meine unterschiedlichen Interpretationen der Wörter Urlaub und Reise erläutert. Doch das erklärt noch lange nicht mein Problem mit dem Wort "Urlaub". Die Sache ist vielleicht folgende, ich habe kein Problem mit diesem Wort!
Aber ich habe ein Problem mit diesem Wort im Zusammenhang mit dieser Aufgabe.
Urlaub ist wundervoll. Aber für mich auch etwas, das ich mir schaffen kann, indem ich ein paar Tage an den See fahre oder auf der Alm verbringe.
Eine Reise dagegen hat für mich etwas mit Abenteuer, mit neuen Welten, fremden Kulturen und vielen Erlebnissen zu tun.
Im Falle dieser Aufgabenstellung habe ich daher für mich das Gefühl, dass die Beschreibung einer Reise einfach ergiebiger und interessanter sein wird. Und aus diesem Grund hoffe ich sehr, ihr werdet es mir durchgehen lassen, wenn meine nächsten beiden Einträge das behandeln werden, was nach meiner Definition eine Reise ist!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen