Das kleine Mädchen, nennen wir es Sidonie, sieht ein Pferd. Es ist schön und stolz, ganz weiß und nur die Mähne und der Schweif sind ein wenig von grau durchzogen. Aber dann fällt Sidonie auf, dass das Pferd mit dem einen Vorderbein nie auftritt und, dass eines der Gelenke komisch dick und irgendwie geschwollen ist. Eigenartig, denkt sich Sidonie. Sie fragt also Aviva, die zufällig gerade daneben steht, was denn das für ein Pferd ist und was mit seinem Bein los ist.
„Das ist Furio. Er ist der Vater von fast allen anderen Pferden hier. Leider hat er sich letztes Jahr das Bein gebrochen.“ antwortet Aviva freundlich.
Da kommt auch Sidonies Oma des Weges und hört zu.
„Aber mein Bruder hat sich letztes Jahr den Arm gebrochen und der ist nicht so geschwollen.“ wirft Sidonie ein. Ein Bein, das muss ja wohl verheilen nach einem ganzen Jahr.
„Bei Menschen ist das anders. Aber wenn sich ein Pferd das Bein bricht ist das sehr gefährlich und kompliziert. Manchmal kann man ihnen gar nicht mehr helfen und muss sie einschläfern damit sie nicht so sehr leiden.“ erklärt Aviva.
„Also hat Furio Glück gehabt?“
„Ja, so könnte man sagen.“
So ein schönes Pferd...aber einschläfern... denkt sich Sidonie, und sofort fragt sie, „Aber einschläfern, was ist denn das?“
„Weißt du, einsc...“ beginnt Aviva, wird jedoch sofort von der Oma unterbrochen. „So, das reicht.“ wirft sie hastig ein und legt Sidonie die Hände auf die Ohren. „Es ist Zeit zu gehen Sidonie, sag auf wiedersehen. Mama wartet schon mit dem Abendessen.“ Sie nimmt das Mädchen an der Hand und zieht es weg. Nach einem hastigen „Auf wiedersehen“ sind sie verschwunden.
„Aha, offenbar darf man Kindern nicht mehr die Wahrheit sagen...“ wundert sich Aviva und geht ihrer Wege.
interessante Wahl bei den Namen ;)
AntwortenLöschenhihi, sind ja auch die wirklichen namen der akteure! ;)
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