Anna und Birgit

Anna und Birgit

Freitag, 14. März 2014

Mauern I --> ein ganz neuer Ansatz! SCHICKSAL ZWEIER LIEBENDEN

So Ladies.
Nach reichlichem Überlegen und einer Nacht traumvollen Schlafes, hab ich beschlossen diesen ganzen Argumentationsmüll einfach zu lassen und noch einmal ganz von vorne zu beginnen, von einem ganz neuen Standpunkt aus.

DIE MAUER- Schicksal zweier Liebenden.



ER rennt und zieht SIE mit sich. SIE kann kaum mithalten, doch SIE muss. Die ANDEREN sind ihnen auf den Fersen, werden sie gleich schnappen. SIE kann ihren Atem sehen, er stößt abgehackt aus ihrer Lunge.
Schneller, schneller.
ER hält ihre Hand ganz fest, wird sie nie wieder loslassen. Das hat ER versprochen. Niemand wird sie je wieder voneinander trennen.

Gestern ist ER mitten in der Nacht vor ihrem Fenster aufgetaucht. Hat geklopft und gewartet, Stunden lang. Als SIE endlich aufgewacht war, konnte SIE ihr Glück kaum fassen. ER war gekommen, um SIE zu holen. ER würde SIE fort bringen. Fort von diesem schrecklichen Ort.
Lange hatte SIE gewartet. Tage, Wochen, Monate. Immer wieder ist SIE die Mauere entlanggeschlendert und hat sich nach seiner Hand gesehnt. Doch nie hat SIE diese Hand fassen können. Nie ist sie aufgetaucht.
Doch ER war gekommen. Gestern Nacht. Keine Worte wurden gesprochen. SIE hatte einfach das Fenster geöffnet und ihn hereingezogen und dann küsste SIE ihn. SIE küsste ihn als wäre es ihr letzter Atemzug, den SIE ihm schenken wollte. Und ER küsste bereitwillig zurück. Doch ER küsste SIE als wäre es der erste Atemzug den er jemals genommen hatte. Als würde ER beginnen zu Leben, da er nun sein Leben in den Händen hielt. Dieser Moment der Zärtlichkeit ließ die Zeit stillstehen. Die Erde hörte auf sich zu drehen und alles hielt für einen kurzen Augenblick innen, um den beiden Liebenden zu huldigen. Um ihnen den Schmerz, den sie erleiden mussten, zu versüßen.
"Mein Lebend, ich werden dich mitnehmen. Weg von hier, von diesem schrecklichen Ort. Komm, wir haben nicht viel Zeit." Das war alles was ER gesagt hatte. Dann hatte ER ihre Hand genommen und sie fortgezogen. Fort von diesem schrecklichen Ort.

Sie rennen. SIE um ihr Leben. ER mit seinem Leben.

Jemand musste sie verraten haben, denn die ANDEREN folgen ihnen. Jagen sie. Und es scheint als würde die Hatz kein Ende nehmen. Die Nacht beginnt sich zu lichten. Die Sterne verblassen, wie auch die Kraft ihrer Beine.
"Ich kann nicht mehr", flüstert die Verzweiflung ihres Herzens.
"Du musst, mein Leben. Es ist nicht mehr weit", antwortet sein strammer Wille.
Der Wald zieht an ihnen vorbei, sowie die Felder und Wiesen und plötzlich stehen sie davor.
Die Mauer. Hier wird sich alles entscheiden.
Gehen oder bleiben. Leben oder sterben. Nun muss das Schicksal seine Wahl treffen.
Das meterhohe Ungetüm ragt hoch in den Himmel hinauf. Sein Schatten scheint alles an diesem schrecklichen Ort zu umfassen. Nichts ist gut. Nichts ist schön. Nur die endlose Kargheit des Hasses.

Die beiden halten Inne. Die Hände fest umschlungen. Niemand wird sie trennen.
Doch die ANDEREN werden kommen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Doch das Ungetüm, eine Ausgeburt des Bösen, scheint sich mit dem Schicksal verbündet zuhaben, welches niemals zu ihren Gunsten entscheidet.
ER läßt seinen Blick schweifen. Sucht nach einem Ausweg. Doch alle Hoffnung ist verloren.
ER dreht sich zu ihr. Seine Augen flehend, um Verzeihung bittend. ER hat versagt. ER hebt ihre verschränkten Hände an seinen Mund und presst seine Lippen gegen ihren Handrücken.
"Verzeih', mein Leben. Ich habe versagt. Lauf. Ich werde sie aufhalten so lange ich kann. Lebe und liebe, und vergiss mich nicht." Dann schiebt ER SIE von sich. Trennt die Verbindung ihrer Hände.
ER gibt sein Leben auf, um das ihre zu retten.
Doch SIE wird nicht gehen. Niemand kann sie trennen. Nicht einmal dieser schreckliche Ort.
"Mein Leben, ist dein Leben und dein Leben, ist mein Leben. Du bist ich und ich bin du. Wir sind verbunden, denn du bist in mir und ich bin in dir. Ich werde dir folgen, wohin du auch immer gehen mögest. Du kannst mich nicht verlassen, und ich nicht dich. Wir werden niemals sterben, denn was unzertrennlich ist, kann man nicht töten. Es wir auf immer bestehen und die Ewigkeit überdauern."
ER nimmt wieder ihre Hand. Stellt sich neben SIE. Seine Augen halten ihren Blick gefangen. Lassen nicht los, halten SIE fest. Sie sind zusammen. Nichts anderes zählt.
 Die beiden kehren der Mauer den Rücken zu. Soll sie dort stehen und zusehen. Doch sie wird ewig dort warten und alles und jeden mit Spott und Verachtung bewerfen. Die beiden aber, werden frei sein. Miteinander vereint, für die Ewigkeit und unzertrennlich.

"Ich liebe dich, mein Leben."

Und dann kamen die ANDEREN.
















2 Kommentare:

  1. haha ich find des so cool wie verschieden die ganzen ansätze sind!!! und auch was man selber sich zu einem thema denken würde und was ihr daraus macht!! :)
    aber sehr schön!!

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    1. ich dachte, wenn ich was gut kann, dann ist es "gschichteln drucken"...

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