Anna und Birgit

Anna und Birgit

Sonntag, 11. Mai 2014

Fantasie VS. Fiktionalität .... ODER GO FANTASY!!!!



Zu aller erst möchte ich zwischen den beiden Wörtern „Fiktionalität“ und „Fantasie“ unterscheiden.
Für mich haben die beiden Wörter völlig unterschiedliche Bedeutungen.

Fiktionalität ist, meiner Meinung nach, das Gegenstück zur Realität. Es ist eine - sagen wir - Welt die es „in Wirklichkeit“ nicht gibt. Das hat sie mit der Fantasie noch gemeinsam. Jedoch hat Fantasie etwas mystisches, etwas nicht erfassbares. Eine Welt die man sich selbst erschaffen hat. Ein Refugium, ein Zuhause.
Fiktionalität hat für mich einen negativen Klang. Diese Wort wird meist im Zusammenhang verwendet, um jemandem klar zu machen, dass etwas nicht war ist, niemals möglich ist.
Im Gegensatz zur Fantasie. Sie ist ein Reich, welches nur Leute betreten dürfen, die es wirklich verdient haben. Sie ist ein Geschenk an die Menschheit. Gottgegeben oder nicht - Ansichtssache - wir Menschen sind gesegnet mit der Gabe, unsere eigene Welten zu erschaffen.

Ich hab die beiden Begriffe einmal gegoogelt und Fantasie wird als kreative Fähigkeit bezeichnet, die uns ermöglicht innere Bilder und damit eine „Innenwelt“ zu erschaffen.
Im Gegenzug dazu, wird Fiktionalität bzw. Fiktion mit dem Wort „Hirngespinst“ im gleichen Satz bzw. Zusammenhang verwendet.
Was wiederum zeigt, dass der Ausdruck Fiktion durchaus negative Züge hat.
Fantasie ist in diesem Sinne eine Gabe, im Gegensatz zur Fiktion, welche dich einfach wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen will.

Strickt man diesen Gedanken nun weiter, so komme ich zu dem Schluss, dass es für die Fantasie nicht wirklich einen Gegensatz, wie bei der Fiktion die Realität, gibt. Was wiederum bedeutet, dass ich sehr wohl aus der Fiktion zurück in die Realität geholt werden kann, die Fantasie jedoch, kann mir niemand nehmen.
Niemand kann mir die Fähigkeit zu denken nehmen. Niemand kann mich daran hindern, meine eigene Welt aufzubauen, in der alles so passiert, wie ich es mir von ganzen Herzen wünsche.


Wie gesagt, die Fähigkeit zu fantasieren, ist eine Gabe. Ich finde es nicht verwerflich, wenn man hin und wieder einmal gedanklich abdriftet und „in seiner eigenen Welt vorbeischaut“. Es ist eher etwas wunderbares und jeder sollte neidisch sein, auf Leute die eben das können. Auch wenn der Raum voller Menschen ist.

Schon Einstein hat gesagt: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“
Was nützt schon alles Wissen der Welt, wenn man sich mit diesem Wissen, nicht einmal eine eigene Fantasiewelt aufbauen kann?

Ich selbst habe auch meine eigene Fantasiewelt, und ich schäme mich auch nicht, dies zuzugeben. Wenn es mir nicht gut geht oder auch wenn ich nichts besseres zu tun habe, ziehe ich mich zurück und spinne weiter an meiner „Storyline“. - Kann sehr entspannend sein......

ABER! Manche Menschen vergessen irgendwann, dass eben ihre Welt nur eine Fantasie ist. Sie vergessen, was wichtig ist im Leben. Denn, auch so schön die Fantasiewelt ist, sie ist eben nur eine Fantasie.
So kann die Gabe, sich eine eigene Welt zu erschaffen, auch schnell zum Fluch werden.
ODER
Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon.“ ~ Immanuel Kant

So komme ich zu dem Schluss:

Es ist zwar schön sich in der eigens erschaffenen Welt aufzuhalten, jedoch irgendwann muss jeder wieder in die Wirklichkeit zurück um den Halt in DIESER Welt nicht zu verlieren. So bleibt es leider nur ein Zeitvertreib und wird niemals mehr sein.

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