Anna und Birgit

Anna und Birgit

Samstag, 15. März 2014

Flaggen Numero 2 -> die österreichische Fahne!




Ich beschäftige mich nicht allzu oft mit der Rolle, welche die Nation spielt, der ich nun einmal angehöre. Vielleicht, weil es mich ankotzt, wenn man sich durch die Zugehörigkeit zu einem Land -ach was- durch die Zugehörigkeit zu irgendwelchen Gruppen im allgemeinen, definiert.
Daher habe ich mich auch noch nie näher mit der österreichischen Fahne (ich werde jetzt "Fahne" schreiben, wer meinen letzten Eintrag zu diesem Thema gelesen hat, weiß weshalb!) beschäftigt.
Also: ich nutze die Chance! -> die österreichische Fahne!

Laut Wikipedia zählt die österreichische Fahne zu den ältesten in Geltung stehenden Hoheitszeichen der Welt. Das kommt daher, dass sie direkt auf das mittelalterliche Bindenschild, das Wappen der Babenberger, zurückzuführen ist.
Zur Entstehung dieser Fahne gibt es eine Legende, wie könnte es auch anders sein?
Man sagt, Herzog Leopold V. von Österreich, ein Babenberger aus Bamberg, hat seine Standarte 1191 in einer Schlacht während des 3. Kreuzzuges verloren. Um sich dennoch erkennbar zu machen, soll er seinen weißen, in Blut getränkten, Umhang geschwenkt haben und die Truppen haben sich darunter gesammelt, um die Grenzen weiter zu verteidigen!
 Seit damals, so heißt es, ist das rot-weiß-rot in diesem Wappen nicht mehr wegzudenken (man muss jedoch dazu sagen, dass bis heute der Rotton in der österreichischen Fahne nicht geregelt ist...O.o).

Was aber bedeutet das? Wofür genau steht eine solche Herkunft unserer Nationalfahne?
Für mich persönlich steht eine solche Nationalfahne sowieso immer für das Bekennen zu einer Nation, (ich denke mal, das ist allgemein das Verständnis oder nicht?) für die Zugehörigkeit zu einer Einheit!
Aber gerade mit einer solchen Geschichte als Hintergrund, steht solch eine Nationalfahne doch immer auch für eine Abgrenzung zu "allem anderen", vielleicht gar für eine Ausgrenzung von dem, was nicht zu dieser Einheit gehört, von all denjenigen also, die sich nicht unter dem blutgetränktem Umhang zusammenfanden, leider eben von all denjenigen, die nicht zu "unserer Nation" dazugehören!

Womit wir wieder bei meiner Anfangsthese angelangt wären. Ich kann meiner Einstellung wohl einfach nicht entkommen, aber ist das so schlimm in diesem Fall?
Ich denke, die Geschichte hat uns oft genug gezeigt (und tut es doch nach wie vor), dass eine zu starke Identifikation mit einer einzigen Nation nahezu immer Hand in Hand mit der Ausgrenzung und Diskriminierung von "anderen" einhergeht!
Ich frage daher: Ist es denn wirklich so wichtig, welcher Nation wir angehören? Welche Fahne es ist, die "uns" repräsentiert?

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