Anna und Birgit

Anna und Birgit

Dienstag, 29. April 2014

Brot und Spiele - the origins! ;)

Oh mann ich sag euch was, das ist der pure Stress!
Ihr seid alle schon fertig mit euren Challenges und ich häng da und hab eigentlich ÜBERHAUPT KEINE ZEIT mich mit dem zu beschäftigen weil einfach zu viel für die Uni zu tun ist. Und dann ist mir gerade eben bewusst geworden, dass ich mir ja auch noch ein Thema für die liebe Anna im nächsten Monat ausdenken muss.
^^Mein neues Thema ist by the way super, darauf freu ich mich schon! ;)

Anyway, jetzt heißt es erst mal, sich einen Post aus den Fingern zu ziehen. Da mein Thema ja nun Gott sei Dank eine Geschichte hat werde ich der Einfachheit halber darauf eingehen - tut mir Leid, ich weiß, dass das nicht ganz unsere Intention war als wir dieses Projekt begonnen haben.

Der Ausdruck "Brot und Spiele" kommt, wie wir alle wissen, aus dem Lateinischen, genauer vom römischen Dichter Juvenal. Dieser Herr lebte irgendwann im 1. und 2. Jahrhundert, das Ganze ist also schon eine Weile her. Daher ist es umso interessanter, dass seine Aussage nach wie vor Gültigkeit besitzt, vielleicht sogar mehr denn je. Wortwörtlich schrieb Juvenal panem et circenses, was genau übersetzt Brot und Zirkusspiele bedeutet.
Kurzer Einwurf am Rande, bin ich die einzige der Auffällt, dass die Tribute von Panem eigentlich die Tribute des Brotes sind? ;) Höchst amüsant!
Jedenfalls schrieb besagter Juvenal, über den kaum etwas bekannt ist, viele Satiren in denen er gnadenlose Kritik an diversen Gesellschaftszuständen übte.

Mit dieser speziellen Aussage bezieht Juvenal sich auf das römische Volk, das früher noch selbst die Macht ausübte und die Beamten wählte, zu seiner Zeit aber nur mehr eins will: Brot und Spiele.
Ein zweiter Römer dieser Zeit hatte etwas Ähnliches über das römische Volk zu sagen, nämlich, dass es sich nur durch Getreide und Schauspiele im Bann halten lasse.

Heutzutage meint man mit "Brot und Spiele" vor allem die Strategie politischer und industrieller Machthaber, mit Hilfe von Wahlgeschenken und Großereignissen von den eigentlichen Problemen abzulenken und das Volk zu beschäftigen, damit es keine Fragen mehr stellt.
Gleichzeitig kritisiert er auch das Volk selbst, das heutzutage laut einem gewissen Wolfgang Flatz nichts mehr außer "fressen, ficken, fernsehen" im Kopf hat. Offenbar geben wir uns nur mehr unseren niederen Bedürfnissen hin und wollen auch gar nicht mehr.
^^Damit hat der nette Herr gar nicht mal so unrecht oder? Es ist nun mal einfach und praktisch sich nur diesen Dingen hinzugeben anstatt sich mit der Schlechtigkeit der Welt auseinanderzusetzen.

Und zum Ende noch zwei hübsche Karikaturen die ich zu diesem Zitat gefunden habe:



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